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München

Kurt Landauer Stiftung enthüllt Denkmal für Münchens erstes Fußball­stadion am Schwabinger Tor

München, 19. April 2022: Die Kurt Landauer Stiftung hat ein vereins­his­to­risches Erinne­rungsstück des FC Bayern München e. V. am Schwabinger Tor eingeweiht. Das Denkmal wurde Anfang Mai an der Leopold­straße von Herbert Hainer, dem Präsidenten des FC Bayern München, und Michael Nahr, 1. Vorsit­zender des MSC (Münchner Sportclub e.V.), enthüllt.

Das bronzene Denkmal mit einer original­ge­treuen Miniatur der damaligen Tribüne ist auf einem Granitsockel platziert. Es steht exakt am früheren Ort des Stadions und wurde nun feierlich vor rund 100 geladenen Gästen durch den Präsidenten des FC Bayern München, Herbert Hainer, und den 1. Vorsit­zenden des MSC, Michael Nahr, enthüllt.

Die aus einer Fangruppe hervor­ge­gangene Kurt Landauer Stiftung hat das Erinne­rungsstück im Ehrenamt geplant, umgesetzt und finanziert. Die nach dem jüdischen Ehrenprä­si­denten des FC Bayern benannte Stiftung schuf damit im fünften Jahr seit Gründung bereits die dritte fußball­his­to­rische Erinne­rungs­stätte in München. Zur Einweihung des Denkmals entwarf die Stiftung zudem ein 114-seitiges Booklet, das sämtliche Aspekte der Sportstätte und des Vereins­lebens zur damaligen Zeit detailliert beleuchtet.

FC Bayern mit zahlreichen Spielstätten – auch am Schwabinger Tor

Die Liste der Spielstätten des FC Bayern München ist lang: Das Stadion an der Grünwalder Straße, das Olympia­stadion und natürlich die Allianz Arena sind auch Laien bestens bekannt. Fast vergessen war aber bisher, dass der FC Bayern München in seinen frühen Jahren auch an der Leopold­straße Fußball spielte. Nach den ersten Spielen an der Clemens­straße, auf der Schyren- und der Theresi­enwiese war das Stadion im Schwabinger Norden ein wichtiger Meilenstein für den Verein und für den Fußball in München.

Die Geschichte des Ortes reicht über 100 Jahre zurück

Von 1907 bis 1923 spielte der heute mitglie­der­stärkste Sportverein der Welt unter dem Dach des Münchener Sport Clubs (MSC) mitten im heutigen Zentrum Münchens an der Leopold­straße auf Höhe des Parzival­platzes. Wo nun das urbane Stadtquartier „Schwabinger Tor“ der Jost Hurler Gruppe beheimatet ist und zum Schlendern, Schlemmen und Genießen einlädt, pilgerten früher Scharen von Fans zu den Begegnungen der Bayern. Auch die ersten Spiele gegen Mannschaften aus England, dem Mutterland des Fußballs, wurden an diesem Ort angepfiffen. Mit dem Denkmal verbinden sich nun direkt am Schwabinger Tor Geschichte und Gegenwart.

 

 

Das Jahrbuch des DFB schrieb 1907 zur neuen Spielstätte: „Der Münchner Sport Club hat mit einem Kosten­aufwand von 20.000 Mark an der Schwabin­ger­land­straße (so der frühere Name der heutigen Leopold­straße) einen erstklassigen Sportplatz errichtet, der diesen Herbst eröffnet worden ist. Die ca. 25.000 qm große Fläche des Platzes, den die Stadt München gegen einen geringen Pachtschilling auf 15 Jahre überlassen hat, verteilt sich auf einen Fußball­wett­spielplatz 110 mal 70 m, 1 Hockey­trai­ningsplatz und 12 Tennis­plätze. Eine 10 m hohe Tribüne für 250 Zuschauer erhebt sich in der Mitte, links davon liegen die Umklei­deräume der Fußball­ab­teilung Bayern. Von mächtigen Pappeln beschattet steht rechts der Tribüne das Häuschen des Klubdieners, das zugleich ein Sekretariats- und Gesell­schafts­zim­merchen enthält. Selbst­ver­ständlich fehlen auch nicht Radstall, Autogarage und die telepho­nische Verbindung mit dem Stadtzentrum.“

Am 15. September 1907 wurde das Stadion mit einem 8:1 Sieg des FC Bayern über Wacker München eingeweiht. 1923 fand das letzte Pflichtspiel des FC Bayern im Stadion an der Leopold­straße statt, zum Abschied nach 17 Jahren erfolgte im Mai 1924 noch ein Freund­schaftsspiel. 

 

 

Kurt Landauer Stiftung e.V

Die Kurt Landauer Stiftung e.V. hat das Ziel, durch seine Aktivitäten an den ehemaligen Präsidenten des FC Bayern München, Kurt Landauer, an seine Geschichte und die von ihm vertretenen Werte wie auch an weitere Persön­lich­keiten und Ereignisse aus der Historie des FC Bayern München zu erinnern. Die Mitglieder kommen aus verschiedenen Ecken des Stadions und haben die unterschied­lichsten Hintergründe. Insbesondere sollen Projekte im Sinne einer weltoffenen, fortschritt­lichen, liberalen und antiras­sis­tischen Gesell­schaft und eines friedlichen und gleich­be­rech­tigten Zusammen­lebens aller Menschen unabhängig von ihrer Nationalität, Staats­an­ge­hö­rigkeit, ethnischen und kulturellen Herkunft gefördert werden. Mehr unter https://www.kurt-landauer-stiftung.de

Schwabinger Tor

Mit dem Schwabinger Tor wurde entlang der Leopold­straße in München-Schwabing auf gut einem halben Kilometer ein Stadtquartier geschaffen, welches künftigen Lebens- und Arbeits­weisen schon heute Raum gibt. Mit den insgesamt neun Gebäuden ist ein neuer Ort zum Wohnen, Arbeiten, Erleben und Einkaufen entstanden. Das Schwabinger Tor, ein bestand­seigenes Projekt der Jost Hurler Unterneh­mens­gruppe, folgt der Idee des Sharings als Vision eines urbanen Lebensgefühls. Das Motto „Talente. Teilen. Toleranz.“ spiegelt sich in konkreten Angeboten wider wie Car Sharing, Co Working, einer Sharing-App für die Mieter oder gezielter Kunstför­derung. Mehr unter schwabinger-tor.de

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Über die Jost Hurler Gruppe

Die Jost Hurler Beteiligungs und Verwaltungs GmbH & Co. KG entwickelt, vermietet und finanziert bestand­seigene Immobi­li­en­objekte in Deutschland und Österreich. Wichtige Standorte befinden sich in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Thüringen. Sitz der Jost Hurler Beteiligungs und Verwaltungs GmbH & Co. KG ist München.

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